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1. Selbstständigkeit: Ja oder nein?

Selbstständig zu sein, liegt nicht jedem. Überlegen Sie sich daher genau, ob eine Gründung der für Sie richtige Weg in ein glückliches Arbeitsleben ist. Sind Sie dazu bereit, für den Erfolg auf andere Dinge zu verzichten? Sprechen Sie mit anderen Selbstständigen, lesen Sie ihre Biographien und stimmen sich auch mit Ihrer Familie ab. Wenn diese nicht mitzieht, wird das Projekt Selbstständigkeit zu einer großen Herausforderung.

Sind Sie ein „Unternehmertyp“? Machen Sie den Test:
https://www.existenzgruender.de/DE/Gruendung-vorbereiten/Entscheidung/Ihre-Qualifikation/Gruendertests/inhalt.html

2. Prüfen: Funktioniert die Geschäftsidee?

Jede Karriere beginnt mit einer guten Idee. Diese sollte nicht nur Sie sondern auch andere überzeugen und weiter gedacht werden. Gibt es genügend Kunden für Ihre Geschäftsidee? Wie sehen die Anforderungen an Ihr Produkt heute und zukünftig aus? Welche Mitbewerber gibt es? Macht es vielleicht mehr Sinn, in ein Franchise-Unternehmen (www.franchiseverband.com)  mit einer ähnlichen Idee einzusteigen oder gibt es ein bestehendes Unternehmen, das Sie übernehmen können?

 

3. Vor dem Start: Informieren und beraten lassen

Bevor Sie ein Unternehmen gründen, sollten Sie sich im Vorfeld umfassend beraten lassen. Je besser Sie vorbereitet sind, desto erfolgversprechender wird Ihre Gründung.

Eine Erstberatung zu allgemeinen Fragen zum Businessplan, zu der Geschäftsidee oder zu Förderprogrammen können Sie z. B. bei der Wirtschaftsförderung des Kreises Minden-Lübbecke beantragen. Tiefergehende Beratungen führen die IHK und die Handwerkskammer durch.

4. Unternehmensgründung planen

Erstellen Sie Ihren Businessplan. Darin verschriftlichen Sie alle wichtigen Punkte die Ihr Unternehmen betreffen: Welche Rechtsform streben Sie an? Welches Produkt oder welche Dienstleistung möchten Sie verkaufen? Zu welchem Preis? Wie hoch sind die Produktionskosten? Welche Vertriebs- und Marketingmaßnahmen sind geplant? Wirft das Unternehmen einen Gewinn ab? Die zentralen Punkte sind: Beschreibung des Vorhabens, Finanzierungsplanung und Rentabilitätsberechnung.

 

5. Startkapital berechnen

Gründungen kosten in der Regel erst einmal Geld. Neben Kosten für Büroausstattung, Material, Mieten etc. müssen auch laufende Kosten und unter Umständen eine mehrmonatige Anlaufphase bedacht werden, dieses zu überbrücken geht. Auch die privaten Lebenshaltungskosten dürfen nicht vergessen werden.

6. Startkapital beschaffen

Die meisten Gründer benötigen neben ihrem Eigenkapital auch noch Fremdkapital. Informieren Sie sich daher bei Banken und Sparkassen nach deren Kreditkonditionen. Attraktive Alternativen sind auch Förderprogramme für Existenzgründer, die vom Bund und den Bundesländern zur Verfügung gestellt werden. Diese Förderprogramme werden ebenfalls im Hausbankverfahren vergeben. Erstellen Sie sich einen Finanzierungsplan.

 

7. Erlaubnisse einholen, Selbstständigkeit anmelden

Die Aufnahme Ihrer Selbstständigkeit müssen Sie anzeigen, egal ob sie haupt- oder nebenberuflich ausgeübt wird. Gewerbetreibende tun dies beim Gewerbeamt. Freiberufler brauchen nur eine Steuernummer beim Finanzamt zu beantragen.

Gründungen, die bestimmten Gewerben zugeordnet werden, benötigen zusätzlich eine Erlaubnis oder Zulassung. Ob Sie zu dieser Gruppe gehören, erfahren Sie bei Ihrem Finanzamt oder beim Institut für Freie Berufe.

 Gehören Sie zu den Gewerbetreibenden, erkundigen Sie sich bei der Industrie- und Handelskammer (IHK), ob Ihre Tätigkeit erlaubnispflichtig ist. Sind Sie im handwerklichen Bereich tätig, informieren Sie sich bei der Handwerkskammer (HWK), ob Ihre Tätigkeit meisterpflichtig ist.

8. Steuern einplanen

Das Finanzamt wird sich zeitnah nach der Gründung mit einem „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ bei Ihnen melden. Planen Sie daher gleich zu Beginn ein, welche Steuerarten bei Ihrem Unternehmen anfallen und wann diese Steuern fällig sind. Setzen Sie Ihre Steuervorauszahlung nicht zu niedrig an.

 

9. Betrieb versichern, Vorsorge betreiben

Das unternehmerische Risiko kann niemand versichern. Man kann es aber weitgehend begrenzen. Erstens durch einen gut durchdachten Businessplan. Und zweitens durch Versicherungen. Die gibt es für betriebliche Risiken wie beispielsweise Einbruch, Feuer, Maschinenschäden, die einen Produktionsstillstand zur Folge haben, oder Fahrlässigkeiten, die zu Haftungsansprüchen führen. Bei der persönlichen Vorsorge geht es um alle möglichen Lebenslagen: Arbeitslosigkeit, Alter, Krankheit oder Unfall.

Prüfen Sie unbedingt, ob für Ihre selbstständige Tätigkeit Rentenversicherungspflicht besteht und informieren Ihre Krankenkasse über die Gründung.

 

10. Nach dem Start: Beraten und begleiten lassen

Nutzen Sie auch nach der Gründung Beratungsangebote und Coachings. Als Jungunternehmer wird Ihnen einiges abverlangt: Unternehmensplanung, Kreditverhandlung, Mitarbeiterführung etc. Sie können nicht in allen Bereichen Experte sein. Für Beratungen können in der Regel auch Fördergelder in Anspruch genommen werden, z. B. über das Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ des Bundes.

Titelbild: © Lukas | Pexels
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