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Corona: Aktuelle Informationen für Unternehmen

Soforthilfe des Bundes für Solo-Selbständige und Kleinstbetriebe

Die Bundesregierung hat Soforthilfen für kleine Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe beschlossen, die durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Zur Sicherstellung ihrer Liquidität erhalten sie eine Einmalzahlung für drei Monate – je nach Betriebsgröße in Höhe von bis zu 9.000 Euro (bis zu fünf Beschäftigte/Vollzeitäquivalente), bis zu 15.000 Euro (bis zu zehn Beschäftigte/Vollzeitäquivalente) oder bis zu 25.000  Euro (bis zu 50 Beschäftigte/Vollzeitäquivalente). Damit sollen insbesondere die wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller gesichert und akute Liquiditätsengpässe wegen laufender Betriebskosten überbrückt werden, zum Beispiel Mieten und Pachten, Kredite für Betriebsräume oder Leasingraten.

FAQ Corona Soforthilfe [PDF: 668 kB]

Bezirksregierung Detmold

Die Bezirksregierung Detmold hat zur NRW Soforthilfe unter 05231 71 34 80 eine Hotline eingerichtet.

Weitere Informationen unter https://www.bezreg-detmold.nrw.de/200_Aufgaben/001Soforthilfe-Corona/index.php

Steuerfreie Sonderzahlungen für Mitarbeiter

08.04.2020 | Bundesministerium der Finanzen

In der Corona-Krise werden Sonderzahlungen für Mitarbeiter und Beschäftigte bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern und Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren.

Steuerfreie Sonderzahlungen für Mitarbeiter zeitlich begrenzt

Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei.

Mit der Steuer- und Beitragsfreiheit der Sonderzahlungen wird die besondere und unverzichtbare Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkannt.

Covid-19 – Was können Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber aktuell tun

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen informiert:

Weitere Informationen als Download verfügbar:

Regeln für Arbeitgeber [PDF: 375 kB]

NRW-Rettungsschirm

Die Landesregierung NRW stockt das Sofortprogramm des Bundes auf und zahlt zusätzlich Unternehmen mit 10 bis 50 Beschäftigten Zuschüsse in Höhe von 25.000 Euro. Dieser NRW-Rettungsschirm tritt ebenfalls am 27. März in Kraft.

Unter https://www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020 stehen jetzt umfassende Informationen zum Soforthilfeprogramm, zum Antragsverfahren sowie eine Zusammenstellung von FAQ bereit. Auf der Website finden Sie ab sofort auch das elektronische Antragsformular auf NRW-Soforthilfe. Bearbeitet werden die Anträge von der Bezirksregierung Detmold; die Bezirksregierung arbeitet auch am Wochenende und ist über eine Hotline zu erreichen: 05231 71 34 80.

Soforthilfe für freischaffende professionelle Künstlerinnen und Künstler

Das am 20. März als Überbrückungshilfe angelaufene Sonderförderprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft in Höhe von 5 Mio. Euro ist inzwischen ausgeschöpft. An einer Folgelösung wird derzeit gearbeitet. Unterstützungsmöglichkeiten sind weiterhin durch Programme von Bund und Ländern gegeben. www.mkw.nrw

Steuerstundungen

Die Finanzverwaltung NRW kommt von der Krise betroffenen Unternehmen auf Antrag mit zinslosen Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer) und der Herabsetzung von Vorauszahlungen entgegen und nutzt ihren Ermessensspielraum zugunsten der Steuerpflichtigen weitest möglich aus. Auch die Herabsetzung des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen kann beantragt werden.
Anträge sind mit einem stark vereinfachten Formular möglich: www.finanzverwaltung.nrw.de
Zudem werden von der Finanzverwaltung Vollstreckungsmaßnahmen ausgesetzt und Säumniszuschläge erlassen, sofern der Schuldner der fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist. Sondervorauszahlungen für Dauerfristverlängerungen bei der Umsatzsteuer werden für krisenbetroffene Unternehmen ebenfalls auf null gesetzt.

Existenzsicherung durch Leistungen nach SGB II

Kleinunternehmer und Soloselbständige verfügen in aller Regel nicht über eine Arbeitslosenversicherung. Damit ihre Existenz nicht bedroht ist, wird der Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II), insbesondere dem Arbeitslosengeld II, vereinfacht. Unter anderem greift hier für sechs Monate eine wesentlich vereinfachte Vermögensprüfung. Aufwendungen für Unterkunft und Heizung werden für die Dauer von sechs Monaten ab Antragstellung in tatsächlicher Höhe anerkannt. Die Leistungen werden schnell und unbürokratisch zunächst für sechs Monate gewährt. Die Selbständigkeit muss beim Bezug von Leistungen nicht aufgegeben werden. Um den Kinderzuschlag zu gewähren, werden nicht mehr Einkommensnachweise der letzten sechs Monate vor Antragstellung herangezogen, sondern der Nachweis des aktuellen Einkommens im letzten Monat vor Antragstellung. Damit erhalten auch diejenigen den Kinderzuschlag, die einen plötzlichen Einkommensverlust erlitten haben.
Link: www.minden-luebbecke.de

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld kann nun einfacher und zu verbesserten Bedingungen in Anspruch genommen werden. So müssen nur noch zehn Prozent der Beschäftigten in einem Betrieb von Arbeitsausfall betroffen sein, die Sozialversicherungsbeiträge werden voll übernommen und auch Leiharbeit wird in die Regelung einbezogen. Darüber hinaus wird vorübergehend auf die vollständige Anrechnung des Entgelts aus einer Beschäftigung, die während der Kurzarbeit aufgenommenen wird, verzichtet. So wird ein Anreiz geschaffen, auf freiwilliger Basis vorübergehend Tätigkeiten in aktuell wichtigen Bereichen wie dem Gesundheitswesen, der Landwirtschaft und der Versorgung mit Lebensmitteln aufzunehmen. Für den Fall von Betriebsschließungen oder Schwierigkeiten im Betrieb aufgrund von ausbleibenden Aufträgen oder fehlenden Zulieferungen kann das Kurzarbeitergeld eingreifen. Es kann auf Antrag im Einzelfall durch die jeweilige zuständige Agentur für Arbeit gewährt werden. Ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergeldes vorliegen, prüft die zuständige Agentur für Arbeit im Einzelfall.
Nähere Informationen zur Beantragung des Kurzarbeitergeldes: www.arbeitsagentur.de
Fragen und Antworten zu den arbeitsrechtlichen Auswirkungen des Coronavirus: www.bmas.de

Antworten zu häufig gestellten Fragen zum Kurzarbeitergeld

Fragen und Antworten zum Thema Kurzarbeitergeld hält die Agentur für Arbeit unter https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld bereit.

Videos zum Thema Kurzarbeitergeld: Teil 1 Voraussetzungen, Teil II Verfahren, Dokumenten-Upload

Die Videos zum Thema Kurzarbeitergeld finden Sie hier: https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video
 

Entschädigungen bei Quarantäne

Sollte wegen des Corona-Virus eine Quarantäne angeordnet worden sein, können Arbeitgeber für Arbeitnehmer bzw. Selbständige/Freiberufler für sich selbst eine Entschädigung des Verdienstausfalls beantragen. Kein Verdienstausfall wird gewährt wegen Umsatzeinbußen infolge von Betriebs- und Schulschließungen oder Absagen von Veranstaltungen.
Zuständig für den Kreis Minden-Lübbecke ist der Landschaftsverband Westfalen Lippe.
Weitere Informationen und die Antragsformulare: www.lwl-soziales-entschaedigungsrecht.de

Liquiditätshilfen (Darlehen)

Die Hausbanken beginnen mit eigenen Hilfsprogrammen wie Ausweitung des Betriebsmittelkredits und Bereitstellung von Sofortliquidität zu sehr günstigen Zins- und Tilgungskonditionen. Behalten Sie dazu die Firmenkunden-Webseite Ihrer Hausbank im Blick und halten Sie Kontakt zu Ihrem Berater / Ihrer Beraterin.

Dazu kommen Förderkredite durch die KfW-Corona-Hilfe in Betracht:

KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
Kredit für Investitionen und Betriebsmittel; Risikofreistellung der Hausbank bei kleinen und mittleren Unternehmen (bis 250 Mitarbeitende, bis zu 50 Mio. Euro Jahresumsatz) 90 %; bei großen Unternehmen 80 %.
Kredithöchstbetrag: 25 % des Jahresumsatzes 2019 oder das Doppelte der Lohnkosten 2019 oder den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate (kleine und mittlere Unternehmen) bzw. 12 Monate (große Unternehmen).
Zinssatz aktuell: Kleine und mittlere Unternehmen mit 90 %-Haftungsfreistellung: 1,00 % (bis Preisklasse F); große Unternehmen mit 80 %-Haftungsfreistellung: 2,00 %

KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind (ERP-Gründerkredit universell)
Kredit für Investitionen und Betriebsmittel; das Unternehmen muss mindestens 3 Jahre am Markt aktiv sein bzw. 2 Jahresabschlüsse vorlegen können. Risikofreistellung der Hausbank und weitere Konditionen wie beim KfW-Unternehmerkredit.
Auch Unternehmen, die weniger als 3 Jahre am Markt aktiv sind, können einen ERP-Gründerkredit universell beantragen. Voraussetzung ist, dass die Hausbank das volle Risiko trägt.
Alternative: ERP-Gründerkredit-Startgeld
Möglich sind in diesem Programm bis zu 30.000 Euro für Betriebsmittel bei einer 80 %-Haftungsfreistellung der Hausbank.

Ansprechpartner für die KfW-Corona-Hilfe ist Ihre Hausbank oder ein anderer Finanzierungspartner Ihrer Wahl. Eine direkte Antragstellung bei der KfW ist nicht möglich.

Weitere Informationen unter: www.kfw.de

Unterstützung des Landes NRW

Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro pro Unternehmen) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro) besichert werden. Die Bürgschaftsbank ermöglicht eine 72-Stunden-Expressbürgschaft (bis 250.000 Euro), beim Landesbürgschaftsprogramm wird eine Bearbeitung innerhalb einer Woche angestrebt.

Kleine Unternehmen und Existenzgründer haben die Möglichkeit, aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital (bis zu 75.000 Euro) direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) NRW zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür nicht zu stellen. Das Beteiligungskapital dient der Liquiditätsstärkung und verbessert Rating / Kreditwürdigkeit des Unternehmens.


Kreis Minden-Lübbecke

Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung, Portastraße 13, 32423 Minden


Gern stehen wir Ihnen auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung:


Frau Birgit Ahrens | Tel.: 0571 807-23180 | b.ahrens@minden-luebbecke.de

 

 Titelbild: cottonbro/pexels

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